P2 goes Waldviertel

Exkursion ins Waldviertel

Am Mittwoch, den 31. Oktober 2018 fand für die Klasse „P2“ eine Exkursion der besonderen Art statt:

Zunächst fuhren wir gemeinsam nach Zwettl. Die Gruppe „Dienstleistung“ verließ dort den Bus und wurde von Mitarbeitern der Firma Kastner (Multifachgroßhändler) in Empfang genommen.

Ein Firmenvideo erklärte den Schülerinnen und Schülern die schrittweise Entwicklung der Firma von den Anfängen bis zum modernen Standpunkt von heute.

In einem Rundgang wurden sämtliche Abteilungen besichtigt, die wesentliche Fragen beantworteten:

  • Was passiert bei der Anlieferung der Ware im Detail?
  • Wie werden die verschiedenen Güter richtig und effizient gelagert?
  • Worauf ist bei der Auslieferung zu achten?
  • Wofür sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Grafikabteilung verantwortlich?

Zuletzt gab es für alle ein Sackerl mit einer Informationsbroschüre und einer Jause.

Frau Bauer, die durch die Firma führte hat sich sehr viel Zeit genommen und ging auf alle Fragen ausführlich ein.

Zur selben Zeit erlebten die Burschen der Fachgruppe „Holzbearbeitung“, die in der Zwischenzeit ins nahegelegene Roiten zur Firma Neulinger gefahren waren, eine speziell für auf sie ausgerichtete Führung:

Die Firma Neulinger ist nicht nur ein Tischlerbetrieb, der ganz einfach Möbeln herstellt. Dort beschäftigt man sich sehr intensiv mit Energiearbeit. Zum Beispiel wurde erklärt, dass für den Bettenbau aus Zirbenholz die Wachstumsrichtung des Holzes berücksichtigt wird, sodass die Faserrichtung einen Kreis ergibt. Man habe in langen Studien, so Herr Traxler, herausgefunden, dass sich aufgrund dieser bewussten Verarbeitungsweise der Herzschlag in diesen Betten deutlich verringert, was zur besseren Erholung beiträgt. Demonstriert wurde auch, dass die Holzverbindung mindestens so stabil ist, wie die Massenware aus Metall. Dass die dazugehörigen Matratzen sogar noch von Hand gemacht werden, beeindruckte besonders.

Natürlich sahen wir auch die bei einem Tischler üblichen Produktionsmethoden von Möbeln, beginnend mit der Planung am Computer (am Bildschirm wird jedes Dübelloch festgelegt) bis zur Herstellung mit modernsten Maschinen. Die Firma Neulinger arbeitet bereits seit Jahren unter anderem mit einer computergesteuerten Anlage, wo nach der Eingabe durch den Tischler Roboterarme genaueste Bohrungen, Schnitte und Fräsungen durchführen. Es ist unschwer zu erraten, dass unsere Burschen vor allem die moderne Ausstattung faszinierte und dies alles einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

Die Mittagspause verbrachten wir in der Nähe des Dorfmuseums, das vom weltberühmten Künstler, Friedensreich Hundertwasser, geprägt wurde. Hundertwasser kaufte 1962 die Hahnsäge bei Roiten und malte auf diesem Anwesen ungefähr 40 seiner zahlreichen Bilder.

Nachdem die Klasse wieder vereint war, besichtigten wir gemeinsam die Burg Rappottenstein, die vor ca. 850 Jahren von den Kuenringern gegründet wurde und die niemals eingenommen werden konnte. Das allgemeine Leben wurde auf witzige Art (von dem pensionierten Lehrer, Alfred Hahn) erklärt, aber auch die damalige Gerichtsbarkeit und Foltermethoden, um Geständnisse zu erzwingen. Anhand der Sitzordnung in der Burgkapelle wurde auch die Redewendung – „ein Höherer“ – veranschaulicht.

Waffen, Ritterrüstungen und das Verlies gehören natürlich zu jeder Burgführung dazu.

Die Stunde in der Burg Rappottenstein verging im Nu, und pünktlich um 16:00 Uhr kamen wir nach einem interessanten und vielseitigen Tag bei strahlendem Sonnenschein wieder in Stockerau an.

Ein positives Feedback kam von den Schülerinnen und Schülern auch zu den jeweils verantwortlichen Personen: Sie wurden überall als freundlich, nett und kompetent beschrieben – typisch Waldviertler eben! 😊

 

This entry was posted in Uncategorized. Bookmark the permalink.